Handkrippe

Eine Wanderung durch den goldenen Herbst im Erzgebirge.

Auf dem Rücken alles, was ich brauche.

 

Was habe ich noch?

 

Die Geschichte im Herz.

Eine Idee im Kopf.

Bald den Stift in der Hand.

 

DIE HANDKRIPPE.

Hält man die runde Form in den Händen, strahlt sie Ruhe aus, lässt innehalten, lässt die Hektik vorbeiziehen. Maria hat sich an Josef angelehnt, beide halten sie das Kind auf den Armen. Zeit zum Staunen. Der goldene Stern zeugt vom Besonderen.

 

Die Kugel aus untypisch stark gezeichnetem Lindenholz drechsle ich in meiner kleinen Werkstatt. Die Figuren aus gefärbtem Ahornholz werden durch eine befreundete Drechslerei in Zwickau handgedrechselt. Das kleine, halbmondförmige Hölzchen trägt die jährliche Nummerierung und dient, von hinten an die Kugel geschoben, der Handkrippe als Fuß.

 

Die Handkrippe spricht junge und alte Menschen an, große wie kleine, sie findet auch bei wenig Raum ihren Platz. Sie passt in Kinderhände. Sie hilft, das Wunder von damals in den eigenen Händen zu begreifen – eine Handvoll Herzenssache.

 

2014 ausgezeichnet mit dem Designpreis Tradition und Form - Sonderpreis